Das Faire Lädchen Happerschoß

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Lange haben wir uns für den fairen Handel eingesetzt: genau gesagt 16 Jahre lang zuerst in der Kirche und später mit unserem „Lädchen“ im Happerschosser Pfarrheim.

Bei Pfarrfesten, Buchausstellungen, Sehnsuchtsabenden, Adventsmärkten etc. haben wir die Produkte aus dem „Fairen Handel“ im Umfeld der Pfarrgemeinde und in den Seelsorgebereich hin-ein angeboten. Die Pfarrgemeinde St. Re-migius hat sich mit uns in einer Aktion des Bistums zur „P/fai(r)rgemeinde“ zertifiziert.

Dabei haben wir einiges erwirtschaftet: ein Umsatz von knapp 70.000 € und dazu Spenden (aus unserer Provision und Ihren Spenden) von 4.150 € die wir an verschiedene Projekte weitergeleitet haben: z.B. Camino seguro e.V., Projekt Arcoverde (über KiTa Happerschoß), Missionskreis Hennef-Warth, Thai Care e.V. und weitere.

Den Gedanken des fairen Handels zu ver-breiten und zu fördern: das war der An-sporn. Mit Begeisterung haben sich über die Jahre 16 Frauen um „unser“ Lädchen gekümmert. Im Laufe der Zeit hat sich – und das war das Ziel – viel geändert. Die Produkte des Fairen Handels sind inzwischen in großer Auswahl in vielen Geschäften und Su-permärkten erhältlich. Die Gesamtumsätze im fairen Handel haben sich zunehmend nach oben entwickelt – es ist eine starke Organisation gewachsen. 

Dazu haben auch wir unseren Beitrag geleistet – als kleinste Einheit eines inzwischen vergrößerten Systems für den Fairen Handel. Aus unseren „Provisionen“ und Spenden konnten wir viele Jahre lang zusätzlich soziale Einrichtungen in den Partnerländern fördern. Darunter auch verstärkt die Projekte des Missionskreises.

Aber, Handels- und Kundenwege veränderten sich: in der Pfarrgemeinde fanden zunehmend weniger KundInnen den Weg in unser Lädchen. Seit März mussten wir im Zuge der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie schließen und sehen auch im Hinblick auf den bereits in den Monaten zuvor beobachteten Umsatzrückgang keine Perspektive, wie wir den Umsatz wieder auf ein Niveau erhöhen könnten, das den zeitlichen Aufwand unseres Teams rechtfertigen würde.

Mit dem Verein Dorf-Quelle e.V. sind wir im Gespräch und setzen uns für die Aufnahme der Artikel aus dem Fairen Handel auch in das Sortiment des zukünftigen Dorfladens ein. Die Idee, uns an den Hofmärkten zu beteiligen, mussten wir leider aufgeben: da wir alle berufstätig sind, können wir diese Öffnungszeiten nicht abdecken.

Liebe KundInnen: Sie finden fair gehandelte Artikel im Sortiment in vielen Geschäften. Bitte nutzen Sie die Möglichkeit des fairen Handels dort, in den Weltläden (z. B. in Siegburg) oder auch im Online-Shop unter https://www.gepa.de/home.html.

Auch die Stadt Hennef ist inzwischen „Fairtrade Town“, das bedeutet: es gibt viele verschiedene Angebote zum Einkauf von fair gehandelten Produkten vor Ort. Wir danken allen, die uns in unserem Engagement unterstützt haben. Und was wird nun aus dem Team des Fairen Lädchens? Wir sind über die Jahre so zusammengewachsen, dass wir auf unser Miteinander nicht verzichten mögen. Wir bleiben uns erhalten – wir werden Ideen schmieden und vielleicht treffen Sie uns ja einmal auch an der ein oder anderen Stelle im Dorf oder Seelsorgebereich wieder.

Bis dahin sagen wir Danke und weiterhin gutes Einkaufen im Fairen Handel. Ihr Team des Faires Lädchens Happerschoß:

Claudia Immes, Martina Quadt-Lubitz, Maria Radwan, Katharina Salzmann, Martina Thissen, Helga Trapp, Ute Walgenbach, Bärbel Witte und Dorothea Bröhl 

 

Seit Sommer 2004 war das „Faire Lädchen“ zunehmend eine feste Einkaufs- und Begegnungsstätte vor oder nach der samstäglichen Messe in Happerschoß geworden.

Das Sortiment reichte von Geschenkartikeln, Schreib- und Spielwaren bis hin zu Lebensmitteln aus dem fairen Handel.

Doch was bedeutet „fairer“ Handel?

Die Handelsorganisationen gepa, transfair, rugmark, dwp o.ä. haben sich zum Ziel gesetzt, Handel nicht auf dem Rücken der Produzenten und zum möglichst großen eigenen Profit zu machen, sondern achten darauf, dass die Produzenten zu fairen Bedingungen und nicht zu Dumpingpreisen ihre Waren auf den Markt bringen können, damit die Familien ausreichend verdienen, um alle Familienmitglieder ernähren und die Kinder zur Schule schicken zu können.

Jeder noch so kleine Einkauf von Produkten aus dem fairen Handel hilft, diese Welt etwas gerechter zu machen.

Helfen Sie mit!

Im Sommer 2009 hat sich die Pfarrgemeinde der Aktion „Pfairrgemeinde“ im Erzbistum Köln angeschlossen. Die Gemeinde hat sich damit verpflichtet, den fairen Handel zu unterstützen und zu fördern.

Dorothea Bröhl (Das Faire Lädchen Happerschoß)

Das Faire Lädchen Happerschoß

Dorothea Bröhl