Ausstattung

Viele historische Ausstattungselemente unserer Pfarrkirche gingen bei dem KIrchenbrand 1983 unwiederbringlich verloren, wie beispielsweise die historische Orgel des Orgelbauers Balthasar König. Andere, wie beispielsweise die mittelalterlichen Fresken, die erst Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt wurden, überstanden -wenn auch nicht ohne Spuren- den Brand. Die heutigen Ausstattungselemente sind eine Mischung aus erhaltenen, teils aus der Gründungszeit stammenden Ausstattungselementen bis hin zu modernen Elementen, wie beispielsweise unseren Kreuzweg.

 

Taufbecken Sankt Katharina Stadt Blankenberg

Taufbecken

Der Taufstein aus Trachyt stammt aus der Spätromanik, der Gründungszeit der Kirche. In den vielen hundert Jahren in der Kirche hat er mehrfach seinen Standort geändert. Die Ecksäulen und der bronzene Deckel wurden in den 1960er Jahren ergänzt. 

Altar & Tabernakel

Tabernakel in Sankt Katharina

Nach dem Brand 1983 musste der Chor neu ausgestattet werden. Der mittelalterliche Altartisch beherbergt einen Tabernakel und das Ewige Licht, die neben dem Wochenaltar, dem Ambo und den Sedilien von dem Bildhauer Arnold Morkramer geschaffen wurden.

 

Fenster in Sankt Katharina

Fenster

1983 wurden sämtliche Fenster der Kirche zerstört; die heutigen Fenster wurden nach den Entwürfen des Glasmalers Paul Weigmann neu hergestellt. Die schlichten Fenster symbolisiseren in einer kleinteiligen Scherbenstruktur das Netz des Fischers Petrus, in dem die Kirche eingeschlossen ist. Kleine Fische in den unteren Teilen der Fenster des Anbaus unterstreichen diese Symbolik.

Heilige Katharina in der Pfarrkirche Sankt Katharina

Statuen

Nach dem Brand der Kirche sind die seinerzeit vorhandenen Statuen schwer beschädigt oder zerstört. Holzskulpturen der Heiligen Antonius, Franziskus, Franziskus Xaverius und Johannes Nepomuk können trotz nicht unerheblicher Schäden restauriert werden und haben ihren Platz in der Kirche längst wieder eingenommen.

In den Flammen verloren gingen die Statuen der Gottesmutter Maria und der Pfarrpatronin Katharina. Bei den heute in der Kirche zu sehenden Skulpturen handelt es sich um Ersatzbeschaffungen. So konnten durch eine Marienstatue aus dem 14. Jahrhundert und eine Statue der Heiligen Katharina aus dem 17. Jahrhundert die verlorenen Werke ersetzt werden.

Die Kreuzigung (18. Jahrhundert), Sankt Katharina

Gemälde

Die beiden heute in der Pfarrkirche vorhandenen Gemälde wurden nach dem Brand von der Pfarrgemeinde Uckerath übernommen. Die Kreuzigung und Die Beweinung Christi sind barocken Ursprungs, wurden nach Übernahme restauriert und haben in Blankenberg eine gute neue Heimat gefunden.

Unsere Glocken

Glocke von 1958 - Sankt Katharina

Anfang des 20. Jahrhundert gab es in der Pfarrkirche Sankt Katharina drei Glocken. Die älteste der Glocken stammte aus dem Zeitraum 13./14. Jahrhundert, eine weitere datierte auf 1429. Die jüngste der damaligen Glocken wurde 1895 aus dem Material einer zerborstenen Glocke von 1660 gegossen. Als im Ersten Weltkrieg Glocken zu Kriegzwecken abgeliefert werden müssen, kann das Zerschlagen und Abliefern der jüngsten Glocke nicht verhindert werden; die beiden mittelalterlichen Glocken dürfen bleiben. Auch im Zweiten Wetkrieg verhindert das Alter der beiden verbliebenen Glocken die Ablieferung zu Kriegszwecken.

Nach Kriegsende wird 1958 die dritte Glocke im Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege ersetzt. Nachdem die beiden mittelalterlichen Glocken zwei Weltkriege überstanden hatten, kam ihr Ende 1983 mit dem Kirchenbrand. Die Glocke von 1958 verliert in der Hitze ihren Klang und kann heute auf der Südseite der Kirche betrachtet werden.

Heute befinden sich vier Glocken in der Pfarrkirche Sankt Katharina:

Die größte Glocke (d'') ist der heiligen Katharina geweiht; sie trägt die Inschrift: St. Katharina bin ich genannt. Gott schütze unsere Stadt und unser Land. Den Toten der Weltkriege 1914/18 und 1939/45. Die Bürger und Freunde von Stadt Blankenberg 1985.

Die zweite Glocke (d'') ist der Gottesmutter Maria gewidmet, sie trägt die Inschrift: Sancta Maria ora pro nobis nunc et in hora mortis nostrae. Anno Domini 1985. Freunde und Bürger von Stadt Blankenberg.

An das ehemalige Nikolausbenefizium erinnert die dritte Glocke (e'') und trägt die Inschrift: St. Nikolaus. Bewahre uns vor Krieg und Brand. 1985.

Die vierte Glocke (g") ist dem Benefizium des Heiligen Kreuzes gewidmet mit der Inschrift: Heilig Kreuz. Was Feuersbrunst vernichtet, hat Glaubensgeist neu aufgerichtet.