50 Jahre Erstkommunion = Jubelkommunion

Uckerath - Unter dem Motto „Mit Jesus unterwegs- Aufbruch zur Erneuerung – Kirche im Wandel“ konnten 16 Jubilar*innen der Kommunionjahrgänge 1971, 1996 und 2021 am 01.08.2021 gemeinsam ihre Jubelkommunion in unserer Heimatkirche St. Johannes der Täufer feiern.
Datum:
1. Aug. 2021
Von:
eg

Wie schon in den vergangenen 2 Jahren wurden auch diesmal nicht nur die Namen und Adressen der Goldjubilare recherchiert, um sie schriftlich einzuladen, sondern auch die der Silberjubilare. Dass das nicht immer einfach ist, weiß jeder, der schon mal versucht hat, ein Klassentreffen zu organisieren. Vielen Dank den beiden langjährigen Hintergrund- „Detektiven“ unserer Pfarrei! In diesem Jahr wurden erstmalig auch die aktuellen Kommunionkinder eingeladen. Auch wenn ein paar Geladene aus terminlichen Gründen absagen mussten, so war unser Vorbereitungsteam über die gute Resonanz sehr froh.

Mit einem feierlichen Einzug begann der Gottesdienst, den PV Lubomierski mit freundlichen Worten eröffnete. In einem „Trialog“ zwischen Gold-, Silberjubilar*in  und einem aktuellen Kommunionkind unterhielten sich die drei über ihre Erinnerungen an die Erstkommunion. Und da hat sich vieles geändert nach 25 oder gar 50 Jahren! Die Vorbereitung der Kommunionkinder war früher „Chefsache“, mittlerweile übernehmen Laien, meistens Elternteile diese Aufgabe. Der Gottesdienst war schon immer sehr festlich, ist jetzt aber eher auf die Kinder hin ausgerichtet. Gleichgeblieben ist die Freude an der Gemeinschaft mit Christus und untereinander.

Bei der Katechese nach den Schriftlesungen kamen dann aber auch aktuelle Themen zur Sprache: Entfremdung von der Kirche, Misstrauen gegenüber der Amtskirche, mangelnde Antworten der Kirche auf drängende Fragen des Lebens, Missbrauch, Gewalt, Vertuschung; Elisabeth Pesch hat ihre Antwort darauf so formuliert:

„Ich habe viele Begegnungen im Glauben – auch weltweit – mit liebenswerten Menschen erlebt, die mir das Gefühl von Heimat und einem gemeinsamen Zuhause mit Gott geben. Dieses Zuhause ‚Kirche‘ ist allerdings nicht perfekt, sondern darin leben Menschen, die Fehler machen. Wir alle sind aufgerufen, aktiv an der Instandhaltung unseres Zuhauses, der Kirche, mitzuwirken.“

Dazu passt die Aktion „#MeineKircheIstMirNichtEgal“ der Pfarrgemeinde aus Köln – Vingst, dessen Banner vor dem Altar ausgebreitet lag. Bei dieser Aktion sind alle Gläubigen aufgerufen, mit Hilfe einer vorbereiteten Karte unserem Erzbischof zu erklären, dass wir Aufbruch und Erneuerung für unsere Kirche möchten und bereit sind, mitzutun.

 

Das Schlussgebet des Gottesdienstes möge uns daher begleiten:

 

Du Gott des Aufbruchs ,

schenkst dich uns im Brot des Lebens.

Segne mich, wenn ich dein Rufen vernehme,

wenn deine Stimme lockt, wenn dein Geist mich bewegt

zu Aufbruch und Neubeginn.

Du Gott des Aufbruchs ,

begleite und behüte mich ,

wenn ich aus Abhängigkeiten entfliehe,

wenn ich mich von Gewohnheiten verabschiede,

wenn ich festgetretene Wege verlasse,

wenn ich dankbar zurückschaue

und doch neue Wege wage

Du Gott des Aufbruchs ,

sei mit mir unterwegs

zu mir selbst,

zu den Menschen,

zu Dir.