Kompassionsfest in Bödingen - Das „Mitleiden“ der schmerzhaften Mutter mit ihrem Sohn

Als im Jahre 1350 der fromme Einsiedler Christian von Lauthausen viele Marienverehrer um sich geschart hatte und gemeinsam mit ihnen in die Dondorfer Kapelle (die zuständig war für Bödingen) ging, kam ihm die Überlegung, in Köln ein Marienbildnis anfertigen zu lassen, welches bis heute in Bödingen verehrt wird.
1423 wurde im Kölner Provinzial-Konzil entschieden, angeregt durch die aufstrebende Marienverehrung, auf den vierten Freitag nach Ostern das "Compassions-Fest" zu legen. Dieses wird bis auf den heutigen Tag in Bödingen durchgehend gefeiert. 1727 ordnete der Papst für die gesamte katholische Kirche die Begehung dieses Festes an.
Es wird heute nur noch in Bödingen gefeiert.
Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki, der ein besonderer Marienverehrer ist, feierte mit uns dieses Fest in Bödingen am vierten Freitag nach Ostern, dem 1. Mai 2026.
Bei der Prozession von und zur Pfarrkirche mit Station am Altar vor dem Marienheim wurde die Bödinger Maria auf einer Trage durch das Dorf getragen. Unmittelbar nach der Prozession fand in der Pfarrkirche das Pontifikalamt statt.
Nicht fehlen darf zum Abschluß das Gemütliche Beisammensein im Pfarrhof mit einer Suppe, Kuchen und Getränken.
Viele Besucher sind der Einladung gefolgt, die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel und es war ein insgesamt sehr gelungener Einstieg in den Marienmonat Mai.