Uckerath:Osternacht 2026


In einer sehr schönen ergreifenden Messe durften wir die Hoffnung, die Ostern uns geschenkt hat wieder neu erleben. Vielen Dank allen, die diese wunderbare Erfahrung auch in diesem Jahr wieder zu einem besonderen Erlebnis werden ließen. Unser Kaplan wollte uns in diesem Jahr auch „Frohe Ostern“ statt „Frohe Weihnachten“ wünschen, was ihm dann auch gelang, nachdem er sich selbst auf die Schippe genommen hatte.
Im Anschluss an die Heilige Messe haben sich die Gemeindemitglieder zur Agapefeier im Pfarrheim versammelt. Viele fleißige Hände hatten schon Tische und Stühle bereit gestellt und wunderschön eingedeckt, so dass wir sofort mit der Feier beginnen konnten um zusammen noch ein paar schöne Stunden im Pfarrheim zu verbringen.
„Agape ist ein griechisches Wort für Liebe. Agape war ein brüderliches Mahl mit liturgischem Charakter. Im Verlauf der Liebesmahlfeier wurde die Eucharistie zelebriert. Dieser Brauch soll schon im 1. Jahrhundert bestanden haben; er wird im Brief des Judas genannt (Judas 12 EU). Entwickelt hatte sich die Liebesmahlfeier aus den Festmahlen der Christen in Korinth. Erwähnung findet das gemeinsame Mahl schon in der Apostelgeschichte des Lukas bei der Beschreibung der Urgemeinde in Jerusalem (Apg 2,46 EU).“
Die Osterkerze 2026

Auferstehung: Jesus sprengt alle Grenzen!
Von so einem Comeback kann man nur träumen: Am Freitag ist er abgetreten. Am Sonntag früh ist er wieder zurück. Jesus ist wieder da! Anders da! Neu da! „Das größte Comeback der Weltgeschichte“ feiern wir an Ostern. Tod und Auferstehung Jesu sind das Herzstück unseres Glaubens. Geboren werden, leben, lieben, leiden und sterben: das hat bisher jeder hingekriegt, unter welchen Umständen auch immer. Aber dass jemand die Bühne des Lebens verlässt und am dritten Tag ein Comeback feiert, das hat es vorher noch nie gegeben. Das sprengt alle Grenzen. So lautete die Einleitung der Predigt 2023 von Bischof Bertram im Dom zu Augsburg.
Diese Formulierung lässt hellhörig werden, rüttelt auf. Sie taugt zur Schlagzeile in den Medien: „Größtes Comeback der Weltgeschichte sprengt alle Grenzen!“
Aber eine Schlagzeile allein erklärt noch nicht den Inhalt, sie macht höchstens Lust darauf, sich mit diesem besonderen Thema zu beschäftigen. Unsere diesjährige Osterkerze lässt diese Schlagzeile zum Bild werden und macht deutlich, dass die Auferstehung der Dreh- und Angelpunkt unseres Christseins ist.
Es ist in unserer heutigen Welt schon ziemlich vermessen, mit einer so unglaublichen Nachricht an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Reaktionen der Community reichen von „Fake News“ über „Esoterischer Quatsch“ und „Einbildung“ bis zum hin zum Ringen um Erkenntnis und tiefen Glauben. Und wenn es stimmt, was die Evangelisten uns berichten, dann hat Jesus mit seinem „Comeback“ alle Grenzen eines menschlichen Lebens und Sterbens gesprengt.
Gequält, gekreuzigt und gestorben – Ende aller Hoffnung. Die Jünger verlässt der Mut. Nichts wie weg, verstecken und nur nicht auffallen. Da kommen die 3 Frauen vom Grab und sagen ihnen, dass Jesus lebt. Seine Botschaft lautet: Geht nach Galiläa. Dort werdet ihr mich sehen. Die Grenzen des Vorstellbaren sind damit gesprengt.
Wächter bewachen das Grab. Niemand soll die Möglichkeit haben, am Status Quo etwas zu ändern. Alles soll so bleiben, wie es ist. Die Auferstehung zieht ihnen den Boden unter den Füßen weg und sie fallen um. Nichts ist mehr, wie es war. Die Grenzen der Hoffnungslosigkeit sind gesprengt.
Der Engel, der den Frauen die Botschaft überbringt, rollt den Stein vor dem Grab zur Seite und setzt sich darauf. Der Grenzstein des Todes wird damit zum neuen Grundstein des Lebens. Die Grenzen des Todes sind durch Jesus gesprengt, das Tor zum Leben ist offen.
Noch etwas ist anders. Jesus ist den Jüngern vorausgegangen nach Galiläa. Dorthin, wo für ihn alles begann. Er erwartet sie und uns dort. Er gibt sich im Brot brechen zu erkennen. Er schenkt uns eine neue Gewissheit. Er sprengt unsere Begrenztheit.
Ostern bedeutet also: Wir haben Jesus nicht hinter uns, sondern vor uns! Wir meinen oft – gerade heute, wo viele nicht mehr an Gott glauben und andere sich von der Kirche distanziert haben, dass unsere Zeit Jesus überholt habe, dass die Menschen des 21. Jahrhunderts Jesus Christus hinter sich gelassen hätten. Auch diese begrenzte Sicht wird durch die Auferstehung gesprengt. Jesus überwindet Zeit und Raum – er ist mit uns und vor uns. Er zeigt uns den Weg zur Liebe Gottes. Er sprengt eben alle Grenzen.
Wir wünschen ein grenzenloses Osterfest im Glauben an die grenzenlose Liebe Gottes.
Das Kerzenteam