„Unter seiner Gnade“: Uckerather Fußpilger „per pedales“ nach Bruchhausen

Uckerath - Versehen mit dem Pilgersegen sowie besten Wünschen von Pfarrvikar Alexander Lubomierski machten sich in tiefer Verbundenheit mit der Mutter Gottes auch in diesem Jahr anlässlich des Hochfestes Mariä Himmelfahrt Uckerather Pilger:innen auf den Weg nach Bruchhausen.
Datum:
14. Aug. 2021
Von:
eg

Gutes Schuhwerk war in diesem Jahr erneut zweitrangig. Wie schon im Jahr zuvor brach die Uckerather Pilgerschar wieder mit dem Fahrrad in Richtung Bruchhausen auf. Im Lastenheft waren neben unkaputtbaren Reifen ebenfalls leistungsstarke Elektromotoren sowie maximal geladene Akkus gefordert. Immerhin, zwei der 18 Radpilger:innen absolvierten die Strecke ohne E-Antrieb. Wer schon einmal mit nach Bruchhausen gelaufen ist, weiß um das ständige Auf und Ab dieser Strecke und wird den beiden innerlich nun sicher Respekt zollen. 

„Natürlich würden wir lieber wieder als Fußpilger an den Start gehen“, so Elke und Egon Ditscheid, die wieder mal ein mehr als perfektes Händchen in der Vorbereitung der Wallfahrt bewiesen haben. „Mit dem Fahrrad lässt sich aber leichter Abstand halten. Auch wenn wir im Geiste eng zusammen und beieinander stehen, gibt es doch noch die aktuellen Corona-Spielregeln zu berücksichtigen.“ 

„Unter seiner Gnade“ – so lautete das diesjährige Wallfahrtsmotto. Nicht nur private Anliegen hatten die 18 Pilger:innen dazu im Gepäck – das aktuelle Weltgeschehen tat sein Übriges dazu, den Blick über den eigenen Tellerrand schweifen zu lassen und viele Menschen – sowohl regional als auch weltweit – in das eigene Gebet einzubeziehen. Dazu eigneten sich – wie bereits seit 1999, das Jahr, in dem die Uckerather zum ersten Mal nach Bruchhausen aufbrachen – die sieben Stationen, die jeweils einem Sakrament gewidmet sind. Traditionell stehen unterwegs Lieder, Gebete und Gedanken rund um Taufe, Kommunion/Eucharistie, Firmung, Hochzeit, Bußsakrament, Krankensalbung und Weihe jeweils im Mittelpunkt.

Mit Abstand war Singen erlaubt. Wunderbar begleitet wurden die Pilger:innen von Philip Ditscheid, der wie schon in den Jahren zuvor die Trompete im Wallfahrtsgepäck dabei hatte. 

Kurz vor dem Eintreffen am „Auge Gottes“ – wunderschön gelegen am Rheinhöhenweg stießen die Radpilger auf fünf Fußpilgerinnen, deren Ziel ebenfalls Bruchhausen war. Man nutzte die Gelegenheit, eine Station gemeinsam zu beten und auch zu singen. Als weiterer treuer Bruchhausen-Pilger machte sich in diesem Jahr von der Rottbitze aus auch Albert Severin zu Fuß auf den Weg in den Marien-Wallfahrtsort. 

Den Abschluss bildete ein zu Ehren der Mutter gehaltener Pilgergottesdienst, den der Warther Vertretungspfarrer Reverend Jesus  feierlich mit den Uckerather:innen beging. Besonders wurde hier nochmal auf deren Anliegen eingegangen. 

Gewürdigt wurde heuer das Bruchhausen-Engagement von Helmut Schumacher, der mit seiner 23maligen Teilnahme bislang bei jeder Wallfahrt dabei gewesen ist – nicht nur als Pilger, auch mit helfender Hand in der Vorbereitung sowie Organisation vor Ort in Bruchhausen.